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Doreen, Erika und ich vorm Tannenbaum in der Kirche (EMS/ Anokye)
Doreen, Erika und ich vorm Tannenbaum in der Kirche (EMS/ Anokye)
22. Januar 2026

Weihnachtszauber in Ghana

Mirjam

Mirjam

Ghana
Kinderstation im Krankenhaus
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Hallo,

in diesem Blog erzähle ich von meinem ganz persönlichen und sehr schönen Weihnachtsfest.

Kurz zusammengefasst, kann man sagen, dass Weihnachten ohne Familie ungewohnt war. Trotzdem war mein Weihnachtsfest einzigartig und wunderschön. Einen großen Einfluss für diese wundervollen Erfahrungen hatten meine Freunde und Rachel und ihre Familie mit denen ich Weihnachten verbringen durfte.

Doch bevor ich genauer von Weihnachten rede, beginne ich doch lieber erstmal bei der Vorweihnachtszeit. Während ich letztes Jahr relativ früh in Weihnachtsstimmung war, muss ich ehrlich sagen, dass es dieses Jahr ein bisschen länger gebraucht hat. So war es beispielsweise etwas ungewohnt, dass es sehr warm war und ich in Sommerklamotten herumgelaufen bin. Auch die Weihnachtsmärkte haben mir ein bisschen gefehlt. Umso mehr habe ich mich gefreut, fast wie ein kleines Kind, als dann das Krankenhaus weihnachtlich dekoriert wurde.

Weiterhin wurde meine Vorweihnachtszeit durch die Carols Night unvergesslich und sehr schön.Die Carols Night war an einem Freitagabend im Krankenhaus. Dabei wurde dann abwechselnd gesungen und eine kurze Andacht gehalten. Aber es gab auch, um mein persönliches Highlight mit hineinzubringen, ein Krippenspiel, welches vorgeführt wurde.

Am Abend des 23. Dezember haben meine Mitbewohnerin Shoka, unsere Freundin Febi aus der Krankenhauskantine und ich ein kleines Weihnachten gefeiert. Wir haben gemeinsam gekocht und dann auch zusammen gegessen. Shoka und ich hatten auch ein kleines Geschenk für Febi, über welches sie sich sehr gefreut hat.

Ich muss zugeben, dass diese Zeit so schnell vorbeiging und so stand dann auch schon der 24. Dezember vor der Tür. Der 24. begann an sich regulär wie jeder andere Tag, da ich am Vormittag noch Arbeiten war. Doch das war sehr schön, da sich die Kinder super gefreut haben. Zusammen mit den Kindern habe ich viel gesungen, natürlich Weihnachtslieder, dadurch ist die Vorfreude auf Weihnachten nochmal ein bisschen angestiegen. Später am Nachmittag bin ich dann mit Anokye (ein guter Freund von mir) in die Kirche gegangen, um dass Lied, welches ich am Abend singe nochmal zu üben. Zudem wurde zur gleichen Zeit auch die Kirche dekoriert. Dementsprechend wurden Anokye und ich dann auch gefragt, ein bisschen beim Dekorieren zu helfen. Na ja ich befürchte nur, dass wir nicht so eine große Hilfe waren.

Am Abend war dann auch schon der Gottesdienst. Dieser Gottesdienst war auch eine Carlols Night. Dadurch hatte ich auch die Möglichkeit bei diesem Gottesdienst zusammen mit Doreen zu singen. Bei dem Lied, welches wir gesungen haben, handelte es sich um Gloria und Doreen hat die englische Version und ich die deutsche Version gesungen. Im Allgemeinen war der Gottesdienst sehr schön und es wurden viele Lieder vorgetragen, bei denen ich die Melodie kannte.

Nach dem Service ging es dann auch schon nach Hause, da am nächsten Morgen wieder Kirche war. Vielleicht fragt sich der ein oder andere jetzt, wie das mit den Geschenken ist. Denn anders als in Deutschland werden hier die Geschenke nicht am 24. geöffnet. Meine Freunde haben mir erklärt, dass hier am 26. Dezember Boxing Day ist, und das ist der Tag an dem die Kinder ihre Geschenke erhalten. Aber die Besonderheit hier ist, dass die Kinder von Haus zu Haus gehen und dann ähnlich wie bei Halloween, Süßigkeiten bzw. kleine Geschenke erhalten. Wichtig ist auch anzumerken, dass es nicht unbedingt der 26. Dezember sein muss. Es kann auch schon am 25.  Dezember damit losgehen oder nach dem 26. Dezember kann man auch noch losziehen. Natürlich dürfen Erwachsene auch noch um die Hauser ziehen.

Ich habe tatsächlich auch ein Geschenk von Erikas Oma bekommen. Und zwar hat sie mir Stoff geschenkt, aus dem jetzt ein Kleid von Erikas Mutter geschneidert wird. Einfach super lieb und ich bin sehr dankbar für dieses Geschenk.

Wie bereits erwähnt war am 25. Dezember dann morgens früh wieder Gottesdienst. Aber ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei diesem Gottesdienst eher weniger verstanden haben, da dieser in Twi war. Umso mehr habe ich mich gefreut, wenn gesungen wurde. Nach dem Gottesdienst gingen wir zu Dr. Eddy, ein weiterer guter Freund von mir. Dort haben wir, Doreen, Erika, Anokye, Dr. Eddy und ich Karten gespielt und gebacken. Ich muss sagen wir hatten sehr viel Spaß und die Muffins haben auch sehr lecker geschmeckt. Der 25. Dezember war dann auch sehr schnell vorbei.

Doch ich durfte mich dann noch auf einen sehr schönen 26. Dezember freuen. Am 26. Dezember ging es dann zu Rachel und ihrer Familie, meine ghanaische Familie, nach Konongo. Natürlich ist es jetzt nicht meine Familie. (Meine Familie sitzt gerade im kalten Deutschland) Aber ich nenne die Familie trotzdem des Öfteren so, da mir alle so sehr ans Herz gewachsen sind und ich von ihnen auch immer so herzlich aufgenommen werde und Rachel, die Mutter, sich auch immer so lieb um mich kümmert. 

Am besten erkläre ich jetzt auch mal ein bisschen wie ich Rachel und ihre Familie überhaupt kennengelernt habe. Tatsächlich habe ich die Familie im Krankenhaus kennengelernt Bzw., habe ich Rachel und ihre jüngste Tochter Abena im Krankenhaus kennengelernt. Aber keine Sorge alles ist gut. Damals habe ich im Spielraum viel mit Abena gespielt. Mit Rachel, ihrer Mutter, habe ich mich auch sehr gut verstanden. Deshalb kam es auch, dass ich die Familie besucht habe. Ich bin super dankbar, diese Familie kennengelernt zu haben.

Zurück zum 26. Dezember. Die Kinder haben vor allem sehr viel mit mir gespielt. So stand Malen und Verstecken auf dem Programm. Aber wir haben auch alle gemeinsam, also Rachel ihr Ehemann, und die drei Kinder und ich, zusammen gegessen. Auf jeden Fall habe ich es sehr genossen den 26. mit meiner Ghanaischen Familie zu verbringen.

Jetzt habt ihr einen kleinen Einblick in mein Weihnachtsfest bekommen. Zusammengefasst, kann ich von Herzen sagen, dass ich einfach super dankbar für meine Freunde und für Rachel und ihre Familie (meine Ghanaische Familie) bin. Es war ein so schönes Weihnachten, welches ich sehr genossen habe.

Zum Schluss wünsche ich euch noch ein schönes Jahr 2026.

Akyire!

Mirjam

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Geschmückte Kirche an Heiligabend (EMS/ Richter)
Geschmückte Kirche an Heiligabend (EMS/ Richter)
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Tannenbaum im Krankenhaus (EMS/ Richter)
Tannenbaum im Krankenhaus (EMS/ Richter)

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