
Start in den Freiwilligendienst
Wie waren die ersten Wochen in Indien?
Nachdem wir vier EMS-Freiwillige, deren Einsatzland Indien ist, am Flughafen in Chennai angekommen sind, sind wir mit Reverent John Nischal, dem Leiter der Jugendabteilung
der CSI (Church of South India) ins Synod Center gefahren, ein Verwaltungsgebäude der südindischen Kirche, in dessen Gästehaus wir die nächste Zeit untergebracht waren.
In der kommenden Woche wurden wir im Rahmen des so genannten Orientierungsseminars in mehreren Einheiten von etlichen Pfarrern, die für die CSI arbeiten, in indische Gesellschaft und Geschichte, sowie in die verschiedenen Ansätze und Abteilungen der CSI eingeführt. Wir besuchten einige Orte in Chennai, wie zum Beispiel die älteste Kirche in Südindien. Am letzten Tag des Orientierungsseminars wurden wir jeweils dann von unseren Verantwortlichen der Einsatzstelle abgeholt und so fuhren Leander und ich über Nacht mit einem Schlafzug von Chennai nach Sivakasi. Von dort aus sind wir zum ersten Mal mit einem der berühmten TukTuks (Piaggio Ape), die hier „Auto“ genannt werden und ein sehr gängiges Fortbewegungsmittel, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen, sind, nach Satchiyapuram ins Elwin Center, unsere Einsatzstelle, gefahren, wo uns schon die Kinder beim Morning Prayer erwartet haben.
Zunächst hat uns Joseph Dinakharan, der hier Schulleiter ist und uns auch in Chennai abgeholt hat, den Campus gezeigt, wo wir Hostels (Häuser in denen die Kinder mit
Betreuerinnen wohnen), Schulgebäude, das Physiotherapiehaus und auch die Gebäude der Gehörlosenschule, welche sich auch auf dem Campus befinden, besichtigt haben. Wir lebten uns auf dem Campus, sowie in unserem eigenen Häuschen ein, lernten mit der Hand zu essen und die Abläufe des Elwin Centers kennen. Wir begannen dem
Unterrichtsgeschehen beizuwohnen und uns mit den Mitarbeitenden und den Bewohnerinnen und Bewohnern anzufreunden.
Zeitnah stand auch der erste Besuch der Diözese in Madurai an, wo wir Organisatorisches erledigten und zum ersten Mal den Bischof trafen. Außerdem werden von unserer Schule des Öfteren sogenannte „Special Children Sundays“ durchgeführt. Das heißt man fährt mit dem Bus zu einer Kirche, hängt Plakate auf und gestaltet den Gottesdienst mit. Die Kinder singen ein Lied und spielen eine Theaterchoreografie, welche den Weg einen Kindes mit Beeinträchtigung, das bei seinen Großeltern lebt, von der Geburt bis zum Ankommen in der Sonderschule beinhaltet. Die Predigt wird auch von unserem Correspondent (Leiter des Elwin Centers) Reverent Dayalan Barnabas gehalten und nach dem Gottesdienst verkaufen Lehrerinnen Lebensmittel, die im Elwin Hub, einer Bäckerei außerhalb des Campus, bei dem Bewohner des Elwin Centers die Möglichkeit zu arbeiten bekommen, produziert werden. Das ist eine wichtige Einnahmequelle, da sich die Schule durch Spenden finanziert.
In unserem ersten Special Children Sunday wurden wir vorgestellt und eingeführt, da dieser auch in einer der lokalen Kirchen in Sivakasi stattfand. Nach zwei Gottesdiensten,
die beide jeweils zweieinhalb Stunden lang und auf Tamil waren wurden wir dann von der Tauffamilie, deren Taufgottesdienst im Anschluss auch noch war zum Festessen
eingeladen. Diese Einladung war ein Highlight und wir freuten uns sehr über die Gastfreundschaft und das gute Essen. Das war der Start in eine spannende Zeit voller
neuer Begegnungen und Erfahrungen. Mittlerweile sind wir ein fester Teil des Teams im Elwin Center und auch richtig gut hier angekommen.


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