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Die Teilnehmer des Youth-Meetings (Foto: EMS/Nuding)
02. Februar 2017

MYUSA trifft das EMS Youth Network

Paul

Paul

Südafrika
unterstützt eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung
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International Kontakte knüpfen und sich vernetzen

Im Dezember habe ich an einem kirchlichen internationalen Jugendtreffen teilgenommen. Dieses fand für ein Wochenende in einem Tagungsort in Kapstadt statt. Aus fast jedem Distrikt der Moravian Church waren Mitglieder der Jugend vertreten. Zum allgemeinen Verständnis möchte ich kurz auf die Struktur der ‚Moravian Youth Union of South Africa‘ (MYUSA) eingehen. Die Youth (Jugendgruppen) der einzelnen Gemeinden werden jeweils regional zu Distrikten zusammengefasst. Auf dieser Ebene gibt es Koordinatoren, die für ihre Distrikte zuständig sind. In der Moravian Church von Südafrika gibt es insgesamt 10 dieser Distrikte. Jeder Distrikt entsendet einen Vertreter auf die Nationale Ebene in ein Komitee (Parlament). Das Komitee wählt das Provincial-Board (die Regierung), bestehend aus dem Jugend-Präsidenten, seinen Stellvertretern und seinem Sekretariat. Die nationale Verwaltung der MYUSA obliegt ihnen.

Für das EMS Youth Network waren Delegierte aus Deutschland, Südafrika, Ghana und Korea zum Treffen angereist. Das EMS Youth Network ist ein Projekt meiner Entsendorganisation der ‚Evangelischen Mission in Solidarität‘. Die Intention des EMS Youth Network ist es, ein internationales Jugendnetzwerk mit Mitgliedern aus allen Partnerkirchen der EMS Gemeinschaft aufzubauen. Bei diesem Treffen wurden erste Kontakte geknüpft und erste Schritte getan die MYUSA in dieses Netzwerk zu integrieren. Außerdem wurden Freiwilligenprogramme der EMS vorgestellt, die auch Jugendlichen aus anderen Ländern als Deutschland die Chance geben, einen Freiwilligendienst im Ausland zu absolvieren. So könnten zum Beispiel Jugendliche aus Ghana über das Süd-Nord-Austausch-Programm einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren oder im Rahmen des Süd-Süd-Austausches nach Indonesien gehen. Die Präsentation dieser Programme traf auf viel Interesse und ich bin gespannt, wen ich vielleicht in ein paar Jahren in Deutschland bei seinem Freiwilligendienst wieder treffen werde.

Außerdem wurde viel über die Situation der MYUSA und ihre Probleme diskutiert. Es wurden klare Mängel in der Kommunikation sowie der Führung festgestellt. Zum Verständnis ist es wichtig zu erwähnen, dass die meisten Personen der MYUSA sich bei diesem Treffen zum ersten Mal gesehen haben. Die Jugendlichen sind aus ganz Südafrika angereist und mussten dafür teilweise sogar fliegen. Ein solches Treffen zu organisieren ist neben einem großen Planungsaufwand auch ein teures Unterfangen. Die Kosten dieses Treffens hat die EMS getragen.

Ein weiteres großes Problem sind die Finanzen. Es steht kein Geld zur Verfügung, um sich überhaupt sinnvoll zu organisieren. Für die diversen, aufgezeigten Probleme wurde versucht, Lösungsansätze zu entwickeln. Zusätzlich bot sich eine tolle Möglichkeit für die Distrikte, sich auszutauschen und Ratschläge sowie Ideen weiterzugeben. Dass es sich um ein Treffen von Christen aus der ganzen Welt handelte, hat man sehr in den morgendlichen und abendlichen Andachten gespürt oder bei dem gemeinschaftlichen Gottesdienstbesuch am Sonntag. Wir haben zusammen gesungen, getanzt, über Bibelverse diskutiert und Gott gelobt. Für mich waren es neue Lieder auf neuen Sprachen (wie isiXhosa), aber es hat sehr Spaß gemacht diese zu lernen. Auch außerhalb des Programms entstanden interessante Gespräche und wir haben gemeinsam gesungen und Spiele gespielt.

Abschließend sind einige Abgesandte der MYUSA aus Kapstadt und die EMS-Delegierten zum Eröffnungsgottesdienst des „General Meetings“ der EMS nach Stellenbosch gefahren. Über das General Meeting, an dem ich als Steward geholfen habe, wird ein weiterer Blogeintrag folgen. Trotz der kurzen Zeit ist bei diesem Treffen eine tolle Gemeinschaft entstanden. Es wurden Freundschaften geknüpft, die noch lange bestehen werden. Für mich und meinen Freiwilligendienst war es eine Bereicherung, bei diesem Jugendtreffen teilgenommen zu haben.  

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Beim Spielen zwischen den Programmeinheiten (Foto: EMS/Nuding)
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Gemeinsam im Sonntagsgottesdienst (Foto: EMS/Nuding)

Kommentare

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die Wölfe 03. Februar 2017 Deutschland
hallo Paul,
wenn man deine Berichte liest, dann bekommt man den Eindruck, dass du unheimlich viel erlebst und dein Horizont dadurch sehr geweitet wird. Das ergibt sicher einen großen Schub Lebenserfahrung, die du sonst nie bekommen hättest. Wir finden es toll, dass du dich da bei den Behinderten so engagiert einbringst und damit einen wertvollen Dienst am Nächsten leistest. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude bei deiner Arbeit und Gottes Segen. O. u. D. Wolf