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Ein paar von den jüngeren Jungs und ich vor dem Hostel (Foto: Beerlage)
26. September 2016

Ein Abenteuer beginnt...

Johanna

Johanna

Indien
wirkt in einem Krankenhaus und Kinderheim mit
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Schön, dass du zu meinem Blog gefunden hast :)

Hier sitze ich jetzt. In meiner eigenen Wohnung mitten in Südindien beziehungsweise in Gadag und schreibe meinen ersten Blogeintrag. Wir elf Abenteurer sind zusammen in Chennai gelandet und verbrachten dort gemeinsam unsere ersten drei Tage. Wir genossen die Stärke der Gruppe, doch nach drei weiteren wunderschönen Tagen in Bangalore musste plötzlich jeder für sich mit der neuen Umgebung, Sprache und der Kultur fertig werden.

Mit dem Nachtzug fuhren Suresh (mein Verantwortlicher) und ich nach Gadag. Von der zehnstündigen Fahrt bekam ich so gut wie nichts mit, da ich wie ein Stein geschlafen habe.

Von dem kleinen Bahnhof wurden wir mit einem Taxi abgeholt. Gadag ist eine vergleichsweise kleine Stadt, die jedoch eng bevölkert ist. Die Straßen waren voll und es waren mehr Kühe und Hunde zu sehen, als in Bangalore oder Chennai.

Auf dem Krankenhausgelände angekommen wurde mir direkt Dr. Solomon, der leitende Chefarzt, vorgestellt, welcher mich herzlich begrüßte. Im Krankenhaus war es durchschnittlich voll. Was mir direkt positiv auffiel war, dass es nicht so unangenehm nach Krankenhaus riecht, wie es in Deutschland der Fall ist. Meine Vierzimmerwohnung, die ich direkt danach zu Gesicht bekam, ist auf besagtem Gelände und größer, als ich gedacht hätte.

In den nächsten Tagen zeigte Suresh mir das Gelände. In direkter Umgebung gibt es ein Krankenhaus, vier Kinderheime, einen Kindergarten, eine Grundschule und ein paar Highschools. Entsprechend vielen Kindern begegnete ich, die mich alle mit „Good morning sister“ oder "aka, aka" begrüßten (aka bedeutet Schwester). Nachdem ich in jedem einzelnen Klassenzimmer war, den Kindern erzählte wie wichtig Englisch ist und teilweise sogar meine bescheidenen Gesangskünste zum Besten gegeben hatte, war ich überzeugt, die nächsten zehn Monate genug zu tun zu haben.

Bis jetzt helfe ich jedoch nur in einem der „Boys' homes“ mit. Ich bringe den Jungs Spiele bei und verbringe Zeit mit ihnen. Jedoch ist die Sprache noch ein Problem, da nur sehr sporadisch und teilweise auch gar kein Englisch verstanden wird. Deshalb bekomme ich abends immer eine halbe Stunde Zeit, um die Jungs in Englisch zu unterrichten. Das ist jedoch auch nicht einfach, da die insgesamt circa 55 Jungs zwischen 6 und 25 Jahre alt sind und so die Englischkenntnisse sehr unterschiedlich ausfallen. Ich habe vor, kleinere Gruppen zu machen und diese dann immer unterschiedlich zu unterrichten. Um sie zu unterrichten, muss ich selbst natürlich Kannada lernen, deshalb gehe ich morgens immer in die Küche des Boys' Home und bekomme von den drei superlieben Köchinnen Nachhilfe. Außerdem lerne ich noch ganz nebenher indische Rezepte und Gewürze kennen und darf öfters auch selbst mit anpacken.

Im Krankenhaus habe ich bisher noch nicht mitgeholfen, da mir gesagt wurde, dass ich erstmal nur im Boys' Home mithelfen soll. Außerdem würde es mir schwer fallen.

Was mich am meisten beeindruckt, sind Kleinigkeiten, die ich so noch nicht erlebt und gesehen habe.  So zum Beispiel eine Kalbsgeburt, mitten auf einem vielbefahrenen Kreisel,  zwei Mädchen, die mir im vorbeigehen eine Hand voll weiße Blumen schenkten oder einfach nur Hundewelpen, die von meinen Jungs im Hostel durchgefüttert werden. Fast täglich erlebe ich solche kleinen Wunder, die mich einfach glücklich machen.

Ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleinen Einblick in meine Anfangszeit hier im entfernten Indien geben. Ich habe vor, mich mindestens einmal im Monat zu melden. Bis dann,

Eure "aka Johanna" :)

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Beim Chapati machen in der Küche mit den drei Köchinnen (Foto: EMS/Beerlage)
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Zwei von den Hunden im Hostel (Foto: EMS/Beerlage)

Kommentare

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Andrea 27. September 2016 Deutschland
Du bist erst 27 Tage fort und hast schon so schöne Erlebnisse gehabt. Ja, es sind oft die Kleinigkeiten, die uns glücklich machen.
Können die Frauen in der Küche denn lesen und schreiben? Lernst du auch die Schrift? Und die Namen der Kinder sind sicher auch nicht leicht zu unterscheiden.
Lisa 27. September 2016 Germany
Liebe Johanna, wir wünschen dir eine wunderschöne Zeit dort, mit lieben Menschen....Wir sind immer ganz gespannt auf deinen Bericht. Herzliche Grüße aus der Heimat von uns allen. Lisa und Heiner ????????????
Georg und Carla 27. September 2016 Deutschland
Namaste Johanna, wir freuen uns beide, dass Du Dich ein wenig eingelebt hast. Genieße die Freiheit, das Neue und die kleinen (oder großen) Wunder. Von Dir zu lesen und Bilder zu sehen macht richtig Spaß! Grüße Indien von Carla! Schön, dass es im Leben auch einmal ohne Formeln geht (smile) - liebe Grüße und bis wohl bald!
Vanessa 27. September 2016 Deutschland
Hei Jojo!!
So schön von dir zu lesen! Klingt super aufregend und ich freu mich bald noch mehr von deinem Abenteuer in Indien zu erfahren, denk an dich und ganz viel Liebe ausm Ländle <3
Nessi
Herbert Luschdig 27. September 2016 Grönland
Liebe Frau Meyer,
es hat mich sehr gefreut, einen so detaillierten Bericht lesen zu dürfen, ich werde über eine Beförderung nachdenken.
In diesen Sinne,
Herr Luschdig
P.S: hab dich unendlich lefloid EB, die Bilder sind toll und der Text ist echt schön zu lesen <3 (und ja, meine autokorrektur hat tatsächlich aus "lieb" "lefloid EB " gemacht :D)
P.p.s: tdhudgas!
Johanna 28. September 2016 Indien
@Andrea: ja die Frauen können Kannada lesen und schreiben und die eine hat als Muttersprache Hindi und kann das zusätzlich auch. Sie bringt mir auch ein paar Wörter in Hindi bei. :) Die Schrift lerne ich bis jetzt noch nicht, aber vielleicht ergibt sich das noch. Die Namen der Kinder sind sehr schwer zu lernen, da sie vollkommen neu sind und ich sie noch nie so gehört habe, aber mit der Zeit wird das schon.
-j- 29. September 2016 Deutschland
Hi! Na du. Julien BAM ist toll. Kauft rewis merch!
Ach ya. Cooler blog :D
Krishna 02. Oktober 2016 Furtwangen...Germany..India
Very nice...Aka Johanna...I think ..that's you r making chapati..lol...welcome to Kerala once am around..
Nils 02. Oktober 2016 Deutschland
Hey Johanna
Ich freue mich von dir zu lesen ,
Ich wünsche dir eine Mega tolle Zeit in indien und das du viel erlebst und vieles Neuses lernst .
Ich hoffe du genießt die Zeit der Freiheit .

Liebe Grüße Nils
Bettina 05. Oktober 2016 im Moment in Bangkok
Hallo Johanna. Das hört sich ja alles sehr gut an. Ich freue mich,dass wir auf diesem Weg an deinen schönen Erlebnissen teilhaben können. Liebe Grüße Bettina P.s. Bin im Moment gar nicht so weit weg von dir
Peter 09. Oktober 2016 Deutschland
Liebe Johanna, schön, von dir Neues zu sehen und zu lesen. Eine ganz andere Welt, in der du dich aber schon ein bisschen eingelebt hast? Wir sind sehr an deinen Begegnungen und Erfahrungen interessiert und wünschen dir alles Liebe. Rosi und Peter
Zoe 25. Oktober 2016
Hallihallohallöchen:)
Es ist mega schön zu hören, dass es Dir so gefällt:) und ich finde auch, dass das mega schön geschrieben und formuliert ist macht mega Spaß zu lesen und ein kleines bisschen mitzuerleben;*
Ich freu mich schon auf deinen nächsten Bericht;)
Und wünsch Dir noch weiterhin gaaaaaaanz viel Spaß und viele tolle Erfahrungen:* ganz liebe Grüße<3